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Robert Enke

#1 von Gelöschtes Mitglied , 14.11.2009 17:15

Robert Enke
Zehntausende zu Trauerfeier in Hannover erwartet
Um dem verstorbenen Fußball-Nationaltorhüter Robert Enke die letzte Ehre zu erweisen,
werden Zehntausende Menschen zur Trauerfeier am Sonntag in Hannover erwartet.
Um 11 Uhr soll die Gedenkfeier beginnen, die der Verein Hannover 96,
in dem Enke zuletzte spielte, organisiert.
Der 32-jährige Enke hatte sich am Dienstag das Leben genommen; er litt an schweren Depressionen.



http://www.focus.de/panorama/vermischtes...aid_454256.html

Wir hatten überlegt auch hin zu gehen aber das wir zu voll dort.
mein Schwiegersohn geht auf alle fälle morgen hin.
Es ist traurig was passiert ist!
Er hat sehr viel Fans gehabt wie man sieht


RE: Robert Enke

#2 von Garfield_38 , 14.11.2009 20:25

Auch, wenn ich mich jetzt vielleicht unbeliebt mache: Ich finde es zum Kotzen wie Robert Enke jetzt von allen möglichen Leuten, angefangen bei seinem Verein, über die Medien, den Fans bis hin zum DFB und der Politik zum Helden und Märtyrer stilisiert wird. Da wird der Sarg im Stadion aufgebahrt, Spiele abgesagt (was ich noch am ehesten verstehen kann) und heute lese ich, dass ein Platz in Hannover nach Enke benannt werden soll Gehts noch ?
Ungeachtet seiner sportlichen Leistungen und der Tragik des ganzen Falles, sollte man sich doch mal fragen, welches Beispiel der Mann eigentlich gegeben hat. Seine Familie und seinen Verein im Stich gelassen, von den Fans ganz zu schweigen, seine Ärzte und Therapeuten belogen und - ganz nebenbei das Leben eines anderen Menschen für wahrscheinlich immer ruiniert.
Ich möchte nicht wissen, wie es dem Zugführer geht, der an diesem Abend im Führerhaus saß. Oder wie viele andere Lebensmüde sich in den nächsten Tagen auch vor den Zug werfen, weil seit Dienstag jeden Tag zu hören ist, wie man sowas macht. Es gibt eine Selbstverpflichtung aller deutschen Medien über Suizide, insbesondere Schienensuizide, entweder gar nicht oder wenn, dann nur sehr zurückhaltend zu berichten. Dass muss auch für Prominente gelten, in diesem Fall sogar besonders.

 
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RE: Robert Enke

#3 von Brian , 14.11.2009 20:47


In der Tat ist es so, dass über normale Schienensuizide kaum bis gar nicht in der Zeitung berichtet wird, in der Zeitung liest man davon aber kaum bis gar nie etwas. Auch wenn mir der Gedanke eigentlich nicht gefällt muss ich zugeben, dass dieser Verzicht auf Berichterstattung durchaus iregndwo Sinn macht. Anderseits ist das inzwischen fast schon ein Massenphänomen; Berichterstattung hin oder her.

Ich glaube kaum, dass du dich in Enka hineinversetzen kannst. Depression ist eine Krankheit. Unter anderen ist der von Depressionen geplagte Mensch nicht mehr zum freien handeln im Stande. Man kann also nicht unbedingt von einem Freitod sprechen. Also das mit der Familie ist natürlich sehr tragisch. Da ist es immer die Frage, was jetzt das geringere Übel ist; das Leben mit den Depressionen oder die Familie die jetzt alleine damit klarkommen muss. Eine wirklich gute Lösung gibt es da glaube ich nicht. Aber wie schon gesagt, Depression ist eine anerkannte Krankheit; ich glaube da kann sich keiner von uns wirklich hineinversetzen.

 
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RE: Robert Enke

#4 von Zauberfee , 14.11.2009 21:23

Mann sollte wirklich mal über den Leistungsdruck im Sport nachdenken denn offensichtlich ist im Sport dieser ja schon fast unheimlich. Es gibt dann doch noch mehr als Geld, Ruhm und Erfolg,was zählt eigentlich der Mensch noch im Sport(Fussball).Ich hoffe daß der Freitod von Robert nicht ohne Folgen bleibt. Ich würde begrüssen wenn Vereine auf Psychologen, Seelsorger oder ähnliches mehr wert legen würden.

Er ist ja nicht der erste Fall, sprich der erste Spieler der Zusammenbrach, überhaupt ist es in unserer Gesellshaft kein Einzelschicksal man sollte es wirklich ernst nehmen. Experten befürchten schon eine Suizidwelle was meiner Meinung nach nicht ganz abwägig ist in unserer heutigen "Depri-Gesellschaft".

 
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RE: Robert Enke

#5 von °TrendWoman° , 15.11.2009 09:55

Persönlich halte ich das Verhalten der Medien allerdings teilweise für sehr heuchlerisch. Wäre Robert Enke in die Psychiatrie gegangen, um sich stationär behandeln zu lassen, hätten sich die Boulevardblätter das Maul zerrissen – eine unerträgliche Vorstellung für jeden Depressiven...
Jetzt wo Herr Enke den Freitod gewählt hat, wird die Thematik auf fast allen Titelblättern gnadenlos ausgeschlachtet. Genau dieser Voyeurismus hat Herrn Enke wahrscheinlich u. a. in den Tod getrieben. Ein tragisches Ende, eine kranke Gesellschaft und bedauernswerte moralische Ideale!

 
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RE: Robert Enke

#6 von Kuschelweich , 15.11.2009 13:00

ich habe mir die Trauerfeier im Fernseh vorhin angeguckt war schon mit fühlend,mir sind auch ein paar Tränen gelaufen. Ist schade das ein Mensch auf so einem weg gehem musste...Aber ich finde die Anteil nahme von den Fans einfach genial, und sie sollen Robert in gute Erinnerung behalten.

 
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